Volksbank Pforzheim präsentiert starkes Geschäftsergebnis

Pforzheim, 21.02.2020

Pforzheim: Ein starkes Geschäftsergebnis für das Jahr 2019 präsentierte die Volksbank Pforzheim im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz im VolksbankHaus. Kräftige Zuwächse im Kundengeschäft und eine robuste Ertragslage sorgten für zufriedene Gesichter. Mit nochmals gestärktem Eigenkapitalpolster sieht sich die Volksbank bestens gerüstet für die Zukunft. Die Mitglieder sollen erneut mit einer weit über dem Marktzins liegenden Dividende von 4,0 % am Erfolg beteiligt werden. Ihr soziales Engagement für die Region baut das genossenschaftliche Institut mit Hilfe einer digitalen Crowdfunding-Plattform aus.

Veränderungsfähigkeit und Bildung sichern Wohlstand

Mit einer Analogie zur Industrialisierung eröffnete der Vorstandsvorsitzende Jürgen Zachmann die Bilanzpressekonferenz. Am Beispiel des Übergangs von der Agrar- zur Industriegesellschaft sei auch der aktuelle Übergang von der Industriegesellschaft zur digitalen Gesellschaft zu erklären, erläuterte Zachmann. Viele verbänden die Digitalisierung mit dem drohenden Verlust von Arbeitsplätzen, doch ähnlich wie damals entstünden auch heute neue Chancen durch völlig neue Berufsbilder. Man könne jedoch die neuen Fragen nicht mit alten Antworten lösen, so Zachmann. Um in der Veränderung zu bestehen, müsse man sich auch selbst verändern. Entscheidend für die Teilhabe an Fortschritt und Wohlstand sei die Bildung. Dies sei die wichtigste Investition einer Gesellschaft in die Zukunft. Die Volksbank Pforzheim leiste hierbei als Genossenschaft einen wichtigen Beitrag, z. B. durch Initiierung von Schülergenossenschaften oder andere Schulprojekte.

Kundennutzen steht im Fokus jeder Beratung

Vertriebsvorstand René Baum freute sich angesichts hervorragender Vertriebsergebnisse über das abgelaufene Geschäftsjahr und lobte die exzellente Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Dieses tolle Ergebnis verdanken wir in erster Linie unseren Beraterinnen und Beratern, sowie natürlich unseren Mitgliedern und Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken, und dies teilweise schon seit Generationen“, fasste Baum zusammen. Dabei seien die Erfolge nicht nur in einzelnen Sparten, sondern in der ganzen Breite der Leistungspalette zu verzeichnen. Der Kundennutzen stehe stets im Vordergrund jeder Beratung. „Mit unserer genossenschaftlichen Beratung und der Expertise in allen finanziellen Angelegenheiten finden wir gemeinsam mit unseren Kunden für sämtliche Belange passende Lösungen.“

Kräftige Zuwächse im Kundenkreditgeschäft

Das betreute Kundenkreditvolumen der Volksbank Pforzheim legte um 9,3 % auf rund 2,0 Mrd. EUR kräftig zu und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Das niedrige Zinsniveau macht im Privatkundengeschäft den Traum vom Eigenheim für viele weiterhin greifbar, und führte zu einem spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen mit langer Zinsbindung. Die rege Investitionstätigkeit der gewerblichen Kunden sorgte für zusätzliche Wachstumsimpulse im Kreditgeschäft. Insgesamt konnte die Bank mit neu zugesagten Krediten in Höhe von rund 464 Mio. Euro regionale Finanzierungsvorhaben von Kunden unterstützen.

Existenzgründer vertrauen der Volksbank Pforzheim

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben 102 Existenzgründer beim Schritt in die Selbstständigkeit auf die Expertise der Volksbank vertraut, konnte Vorstand René Baum berichten. Innovative Neugründungen machten dabei etwa 10 % aller Start-ups aus. „Existenzgründungen haben für die regionale Wirtschaftskraft eine hohe Bedeutung. Sie sorgen für einen gesunden Mittelstand, für Innovationen und schaffen Arbeitsplätze“, so Baum. Auch Unternehmensnachfolgen in größerer Zahl konnte die Bank im vergangenen Jahr wieder begleiten - ein wichtiger Indikator für den Fortbestand der mittelständisch geprägten Unternehmenslandschaft. In diesem Geschäftsfeld sei eine sehr hohe Fach- und Beratungsqualität gefragt, erklärte Baum. Auch in diesem Segment habe die Volksbank Pforzheim ausgewiesene Experten.

Immobilien weiter sehr gefragt

Zum Immobiliengeschäft stellte die Volksbank ebenfalls durchweg erfreuliche Zahlen vor. Die Immobilienfinanzierungen wuchsen im vergangenen Jahr um 7,29 % und gaben damit den Privatkundenkrediten kräftigen Auftrieb.

Kompetent und leistungsstark ist die Volksbank Pforzheim auch bei der Vermittlung von Immobilien. Mit 124 Immobilienvermittlungen und einem Objektumsatz von 30,2 Mio. EUR wurde das Rekordergebnis des Vorjahres nochmals übertroffen.

Robustes Wachstum bei Vermögensanlagen

Die deutliche Steigerung bei den Vermögensanlagen wertet die Bank als Vertrauensbeweis ihrer Anleger. Die Summe der betreuten Kundenanlagen wuchs um insgesamt 6,1 % auf nunmehr 3,29 Mrd. Euro. Die bilanziellen Einlagen stiegen dabei um 3,1 % zum Vorjahr, obwohl es auf reine Bankeinlagen quasi keine Zinsen mehr gibt. Wichtiger sei wohl vielen die Tatsache, dass das Geld sicher angelegt ist, vermutete Baum. Die Kreditnachfrage sei zwar erfreulich hoch, gleichzeitig seien jedoch weiterhin hohe Mittelzuflüsse auf der Passivseite zu verzeichnen, fügte Baum ergänzend hinzu. Deshalb beobachte man die Entwicklung sehr genau und lege Wert auf partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen. Es liege im Interesse der Mitglieder als Interessensgemeinschaft, dass niemand die Genossenschaft einseitig ausnutzt. Neukunden, die kein Interesse an einer aktiven Geschäftsbeziehung haben, sondern ihr Geld nur zur Volksbank bringen, weil sie andernorts Minuszinsen bezahlen müssen, könne man nicht zu Lasten der Bestandskunden subventionieren.
„Im Rahmen der genossenschaftlichen Beratung konzentriert sich die Volksbank weiterhin auf die Kundenbedürfnisse, von der umfassenden Aufnahme der individuellen Kundensituation bis zur Herleitung eines maßgeschneiderten Lösungskonzepts“, so René Baum. Man unterstütze die Kunden dabei, sich in der aktuellen Zinslandschaft dennoch attraktive Renditen zu sichern. Es sei weiterhin möglich, sich durch sinnvolle Streuung und regelmäßiges Sparen Wünsche zu erfüllen und ein Vorsorgepolster aufzubauen, sagte Baum dazu.

Volksbank Pforzheim auch in Zukunft persönlich

Beim Filialnetz seien keine größeren Veränderungen geplant, erklärte Baum. Strukturelle Anpassungen in puncto Standortwahl und Leistungsangebot stellten einen laufenden Prozess dar. „Wir bleiben mit der persönlichen Beratung weiterhin in der Fläche, orientieren uns dabei am Kundenverhalten und investieren bewusst dort, wo es den größten Nutzen für unsere Mitglieder und Kunden bringt“, so Baum. Die Bank werde die persönliche Beratung weiter intensivieren und zwei Geldautomatenstandorte schließen, nämlich in Arnbach und in Feldrennach. Die Frequenz sei dort im niedrigen zweistelligen Bereich. Gleichzeitig seien Alternativen für die Kunden in fast unmittelbarer Nähe vorhanden. Bereits entschieden sei außerdem, so Baum weiter, dass bediente Kassen bis auf wenige Ausnahmen aus dem Filialbild verschwinden, weil diese Leistung einfach nicht mehr nachgefragt werde. Filialen mit terminierter Beratung werde man voraussichtlich in SB-Stellen umwandeln. Dagegen stelle die Bank bei komplexen Themen erhöhten Bedarf an persönlicher Beratung fest. Aus diesem Grund werde die Volksbank die Beratungskompetenz in vier Kopfstellen stärken und natürlich auch andere Kommunikations- und Beratungswege konsequent ausbauen. „Wir sind und bleiben eine Regional- und Flächenbank“, resümierte Baum.

Erfolgszahlen 2019

Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich um 5,58 % auf 2.895 Mio. Euro. Ursache dafür ist nach Angaben der Bank das kräftige Wachstum des Kundengeschäftsvolumens, sowohl im Kreditgeschäft, als auch bei den Geldanlagen. Trotz der Niedrigzinsen halten viele Kunden weiterhin an der klassischen Bankanlage fest, wie berichtet wurde. Vorstandsmitglied Ralf Günther-Schmidt sieht hierbei in der Beratung eine Verantwortung der Volksbank gegenüber ihren Mitgliedern und Kunden. „Es gehört zum Wesen einer Genossenschaft und zu unserem satzungsmäßig verankerten Förderauftrag, unseren Mitgliedern und Kunden alternative Anlagemöglichkeiten aufzuzeigen“, sagte Günther-Schmidt dazu. Der ordentliche Zinsüberschuss entwickelte sich angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase branchenüblich weiter rückläufig auf 40,5 Mio. EUR. Sehr zur Freude der Bank liegt das Ergebnis jedoch über der eigenen Prognose.

Besonders zufrieden zeigte sich Günther-Schmidt mit dem Provisionsüberschuss. Mit dem Ergebnis von 21,3 Mio. EUR sei ein neuer Höhepunkt erreicht worden. Die Verwaltungsaufwendungen habe die Volksbank aufgrund stringenter Kostendisziplin fest im Griff. Sie liegen in 2019 mit 47,9 Mio. Euro dennoch etwas über dem Vorjahr. Grund dafür seien neben Steigerungen der Personalkosten aufgrund des aktuellen Tarifvertrages, höhere Investitionen in digitale Vertriebswege, konnte Ralf Günther-Schmidt berichten. Man werde die Verwaltungsaufwendungen weiterhin konsequent im Auge behalten und Einsparpotenziale auch zukünftig entschlossen heben.

Kapitalpolster erneut gestärkt

Die Entwicklung des Eigenkapitals gibt den Volksbank-Vorständen weiteren Grund zur Freude. Als eine der wichtigsten aufsichtsrechtlichen Größen erreicht dieses nunmehr ein Volumen von 265 Mio. EUR. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von etwa 2,7 Prozent „Damit haben wir es geschafft unser Eigenkapital in den letzten zehn Jahren nahezu zu verdoppeln“, freut sich Günther-Schmidt. Allein in diesem Zeitraum habe die Volksbank dabei Jahr für Jahr rd. 1,8 Mio. Euro Gewinn ausgeschüttet, in Summe fast 20 Mio. Euro - und das direkt in den Jahren nach der Finanzkrise. Dennoch könne sich die Bank keineswegs auf diesem Niveau ausruhen. Die Anforderungen der Aufsicht an das Eigenkapital haben sich im gleichen Zeitraum erheblich verschärft. Und auch künftig sei mit weiter steigenden Anforderungen zu rechnen, wusste Günther-Schmidt zu berichten. Daher werde die Volksbank jede Gelegenheit nutzen, um zusätzliches Eigenkapital aufzubauen und das Geschäftsmodell der Bank weiter zu stärken.

Digitale Regionalbank

Für alle aktuellen und zukünftigen Aufgaben sehen sich die drei Volksbank-Vorstände bestens gerüstet. Auf dem Weg der Digitalisierung sei die Volksbank ganz vorne mit dabei. Bemerkenswert fand Volksbank-Chef Zachmann, dass gleichzeitig in der Gesellschaft eine Rückbesinnung auf die regionale Identität stattfände. Diesen Spagat zu meistern sei genau die Stärke der Volksbank Pforzheim – als digitale Regionalbank für ihre Kunden auch in Zukunft ganz persönlich zu bleiben.

Volksbank Pforzheim startet Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte in der Region

„Die Region liegt der heimischen Volksbank und mir persönlich seit je her am Herzen“, sagte Volksbank-Chef Zachmann. Deshalb engagiere sich die Bank in vielen kulturellen, sozialen und karitativen Vorhaben – inzwischen auch mittels einer digitalen Finanzierungsplattform, wie Zachmann berichten konnte. Es gäbe viele Projekte in Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen, die diese nicht durchführen können, weil ihnen die nötigen finanziellen Ressourcen fehlen. Die Crowdfunding-Plattform der Volksbank Pforzheim könne hier Abhilfe schaffen. Ob neue Tore für den Fußballverein, eine Lichtanlage für die Theatergruppe oder ein neues Klettergerüst für den Kindergarten: Projektbeschreibung formulieren, Projektsumme festlegen, und schon könne es los gehen. Die Plattform ermögliche es Interessierten, ganz einfach für ihr Lieblingsprojekt zu spenden und so für dessen Umsetzung zu sorgen. „Die Volksbank pflegt und vermarktet nicht nur die Onlineplattform, sondern steuert ihrerseits ebenfalls Mittel für den Spendentopf bei.

Derzeit läuft zum Beispiel bereits die Finanzierungsphase für den Umzug der Kunstmanufaktur der Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis e. V.“, berichtete Zachmann. Dabei seien von 28 Unterstützern insgesamt bereits mehr als 4.000 Euro in den Spendentopf einbezahlt worden. Die genaue Projektbeschreibung und alle weiteren Informationen sind auf der entsprechenden Internetseite zu finden: https://vbpf.viele-schaffen-mehr.de/kunstmanufaktur. Die Finanzierungsphase läuft noch bis zum 31. März 2020.

Terminvormerkung

Die diesjährige Vertreterversammlung findet am Mittwoch, 13. Mai 2020 um 17:00 Uhr im CongressCentrum Pforzheim statt.