Volksbank weiter mit Bestnoten

Pforzheim, 17.05.2017

Pforzheim: Mit hervorragenden Steigerungen im Kundenvolumen und nochmals gestärktem Eigenkapitalpolster präsentierte sich die Volksbank Pforzheim am 17. Mai 2017 selbstbewusst ihren Mitgliedervertretern im CongressCentrum Pforzheim. Bei insgesamt vier unabhängigen Kundenbewertungen und Verbrauchertests erzielte die Volksbank in den letzten Monaten Bestnoten und stellt damit die Qualität ihrer Beratung eindrucksvoll unter Beweis. Die Mitglieder werden erneut mit einer Dividende von 4 % am Erfolg beteiligt. Der Filialneubau in Neuenbürg auf der Wilhelmshöhe schreitet zügig voran. Mit Vorfreude blickt die Bank auf das kommende Jubiläumsjahr 2018, in welchem das 150jährige Bestehen des Traditionshauses gefeiert werden kann.

Veränderungsfähigkeit – eine genossenschaftliche Tugend

Die Fähigkeit einer Genossenschaft sich zu verändern, und sich dem Wandel sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Strukturen permanent anzupassen sei fest verankert in der Genetik dieser Unternehmensform, welche die Gründerväter der Genossenschaften mit großer Weitsicht geschaffen haben, stellt Jürgen Zachmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Pforzheim, fest. „Ändern sich die Ansprüche, die Wünsche und die Erwartungen der Mitglieder, weil sich eben die Gesellschaft verändert, so muss sich auch die Genossenschaft selbst den neuen Bedingungen anpassen“, führte Zachmann im Rahmen der alljährlichen Versammlung der Mitgliedervertreter im CongressCentrum Pforzheim aus. Veränderungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Gewinnfähigkeit seien die Voraussetzungen um die Zukunft meistern zu können. Alle drei Erfolgsfaktoren erfülle die Volksbank Pforzheim und sei deshalb bestens gerüstet für die Zukunft.
Der Beitrag der Genossenschaften für die Gesellschaft werde mittlerweile weltweit anerkannt. Die UNESCO habe die genossenschaftliche Idee unlängst nicht ohne Grund als immaterielles Weltkulturerbe gewürdigt. Diese Auszeichnung unterstreiche eindrucksvoll die soziale und kulturelle Bedeutung der Genossenschaften, sagte Jürgen Zachmann, und ergänzt selbstbewusst: „Gerade in der Krise hat sich gezeigt, dass die Genossenschaftsbanken in Bezug auf Risiken, Geschäftsmodell, Nachhaltigkeit und moralisches Wertegerüst Vorbildfunktion ausüben.“
Auch zahlenmäßig seien Mitglieder und damit Teilhaber von Genossenschaften in Deutschland den Aktionären von Kapitalgesellschaften um ein Vielfaches überlegen.
Parallel dazu ging Zachmann auf die weitreichenden Überwachungsmaßnahmen und Prüfungen im Genossenschaftswesen ein. Bei keiner anderen Rechtsform werde die Geschäftsleitung derart weitreichend auf Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit geprüft. Zu dieser Verantwortung des Vorstandes gehöre auch, sich mit Blick auf die Zukunftssicherung über mögliche Zusammenschlüsse mit anderen Instituten Gedanken zu machen. Beim Herantasten an dieses Thema, gemeinsam mit der Volksbank Karlsruhe, sei man im letzten Jahr jedoch einvernehmlich zu dem Ergebnis gekommen, den jeweiligen Aufsichtsräten zum jetzigen Zeitpunkt keine Aufnahme von Fusionsgesprächen zu empfehlen. Beide Banken seien auch selbstständig bestens aufgestellt. „Wir streben Gewinnerzielung an, aber nicht Gewinnmaximierung“, merkte Zachmann an, und fügte hinzu: „Wir orientieren uns an Werten wie Solidarität, Ehrlichkeit, Verantwortung und Demokratie und lassen uns nicht von ertragsorientiertem Wunschdenken leiten.“

Bestnoten für die Beratungsqualität Bestnoten für die Beratungsqualität

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Gerhard Bossert, und der Vorstandsvorsitzende, Jürgen Zachmann, freuten sich in ihren Redebeiträgen über gleich vier unabhängige Auszeichnungen, welche die Bank in punkto Beratungsqualität absahnen konnte. Bereits im letzten Jahr wurde über den bis dato erreichten Triple-Sieg berichtet: Erstens Platz 1 im sog. Pforzheimer Kundenspiegel, eine unabhängige Verbraucherbefragung, zweitens der regionale Spitzenplatz im Bankenbewertungsportal gute-banken.de und drittens der Titel „Beste Bank vor Ort“ von der ebenfalls unabhängigen Gesellschaft für Qualitätsprüfung (GfQ). Hinzu kam Ende April der erste Platz beim jährlichen City Contest von Focus Money mit einer Traumnote von 1,47.

Dr. Bossert und Zachmann betonten unisono, dass man dieses Kundenvotum als Ansporn verstehe, sich künftig noch mehr an den Kundenwünschen zu orientieren und dass man weiter konsequent am Beratungserlebnis für die Kunden arbeiten werde. „Der besondere Dank gilt hierbei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Beratung, welche sich täglich mit Herzblut für die Belange unserer Kunden einsetzen“, lobte Dr. Bossert anerkennend.

Wirtschaftliche Entwicklung

Trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Volksbank Pforzheim erneut auf eine erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 zurückblicken.

Erneut deutliches Kreditwachstum

Das betreute Kundenkreditvolumen der Volksbank Pforzheim liegt mit rund 1,7 Mrd. EUR wieder deutlich über dem Vorjahresniveau. Auf Jahressicht erzielte die Bank damit ein Wachstum von etwa 5 %. Laut Zachmann haben sowohl Firmenkunden, als auch Privatkunden zu dieser sehr erfreulichen Entwicklung beigetragen. Größter Wachstumstreiber im Privatkundengeschäft waren einmal mehr Immobilienfinanzierungen. Außerdem konnte die Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr 75 Existenzgründer beim Schritt in die Selbstständigkeit begleiten. Das Finanzierungsvolumen von Existenzgründungen hat sich zum Vergleichszeitraum im Vorjahr verdoppelt und liegt bei etwa 16 Mio. Euro. Ebenfalls verdoppelt hat sich die Anzahl der von der Volksbank begleiteten Unternehmensnachfolgen. Dies wertet Zachmann als schönes Zeichen für den funktionierenden Generationenwechsel im Mittelstand. Diesen unterstütze die Volksbank Pforzheim auch in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer, sowie der Handwerkskammer, z. B. durch gemeinsame Kundenveranstaltungen.

Gesamtanlagevolumen legt um über 8 Prozent zu

Auch beim betreuten Kundenanlagevolumen hatte die Volksbank Pforzheim Erfreuliches zu berichten. Das Gesamtvolumen konnte um über 8 % auf fast 3,0 Mrd. EUR gesteigert werden. Auslöser waren sowohl die Vermittlungen von Geldanlagen in Wertpapierdepots, als auch Zuwächse bei den bilanziellen Geldanlagen. Man unterstütze die Kunden im Rahmen der Genossenschaftlichen Beratung weiterhin dabei, durch wohldosierte Streuung und regelmäßige Sparbeiträge ein kleines oder gar größeres Vermögen aufzubauen, erklärte Zachmann. „Ungeachtet der sehr guten Entwicklung im Wertpapiergeschäft stehen die Kundenwünsche und -bedürfnisse im Vordergrund“, führte Jürgen Zachmann hierzu aus. Diese stünden im Kontext der Genossenschaftlichen Beratung, mit welcher die persönliche Finanzstrategie für jeden einzelnen Kunden, entsprechend seiner individuellen Interessen, Lebensphase, Ziele und Wünsche gemeinsam entwickelt werde, an erster Stelle.

Entwicklungszahlen 2016

Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht auf nunmehr 2,89 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber 2015.  Der Zinsüberschuss entwickelte sich angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase branchenüblich weiter rückläufig auf 47,1 Mio. Euro. Dies läge keineswegs an rückläufigem Kundengeschäft wie man an den Zahlen der betreuten Kundenvolumina erkennen könne, erklärte Zachmann. Das Provisionsergebnis von 18,4 Mio. EUR zeigt sich nach dem Rekordjahr 2015 ebenfalls leicht unter den Vorjahreswerten. Die Verwaltungsaufwendungen der Bank konnten weiter gesenkt werden und belaufen sich zum Ende 2016 auf 48,7 Mio. Euro. Zachmann kündigte an, dass man die Verwaltungsaufwendungen weiterhin konsequent im Auge behielte und Einsparpotenziale auch zukünftig entschlossen heben werde. Außerdem stockt die Bank ihr Eigenkapital weiter auf, um die Risikotragfähigkeit weiter abzusichern. Das Eigenkapital erreicht nunmehr ein Volumen von 239 Mio. EUR. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von etwa 4,4 Prozent, und nahezu einer Verdoppelung innerhalb von nur 10 Jahren. Nach Steuern und Vorwegzuweisung zu den Rücklagen kann die Bank ein Bilanzergebnis von ca. 2,7 Mio. Euro ausweisen.

Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern

Mit der Vertreterversammlung 2017 endeten turnusmäßig die Amtszeiten von Dr. Gerhard Bossert, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Martin Keppler, dem stellvertretenden Vorsitzenden, und Martin Steiner, welcher im vergangenen Jahr für den aufgrund Erreichens des satzungsmäßigen Höchstalters aus dem Gremium ausgeschiedenen Jürgen A. Kusterer in das Amt gewählt worden war. Sie wurden von der Versammlung wiedergewählt.

Ausblick

Für das Jahr 2017 rechnet Jürgen Zachmann trotz wachsendem Kundengeschäft mit einem weiteren Rückgang des Zinsüberschusses aufgrund der Niedrigzinsphase. Die Bank werde wie jeder Unternehmer dies tun würde, an der Verbesserung der Ertragssituation einerseits, sowie an der Optimierung der Kostenstrukturen andererseits, arbeiten. Gebühren für Barabhebungen seien kein Thema.

In Neuenbürg auf der Wilhelmshöhe entsteht indes die neue Filiale mit ausreichend Beratungsplätzen und modernster Schließfachanlage für Kundenwertsachen. Die Volksbank werde nach wie vor auf das hohe und von unabhängiger Seite vielfach prämierte Qualitätsniveau in der persönlichen Beratung setzen, und gleichzeitig den veränderten Kundenwünschen in einer digitalisierten Welt Rechnung tragen.

Im Jahr 2018 feiert die Volksbank Pforzheim ihr 150jähriges Jubiläum. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Zachmann versprach, dass man bestrebt sei, ein möglichst breites Publikum an der Geburtstagsfeier teilhaben zu lassen.

Terminvormerkung

Die nächste Vertreterversammlung findet am 16. Mai 2018 um 17:00 Uhr im CongressCentrum Pforzheim statt.

 

Heiko Schleicher, Volksbank Pforzheim